Herbert Gahr gilt international als Pionier in der Anwendung verschiedener Schweißtechniken in der Kunst. Er hat bereits in den ersten 10 Jahren seines künstlerischen Schaffens einen unverwechselbaren Stil entwickelt. Auch seine beiden Söhne, Stefan und Robert, haben diesen vor über zwei Jahrzehnten aufgegriffen und erweitern ihn bis heute Tag für Tag.
Zentrum aller Kreativität ist dabei stets die Schweißnaht als Gestaltungselement.
Wilde Schweißnähte türmen sich auf, stürzen über einen Abgrund aus Stahl und breiten sich in einer individuellen Formensprache aus.
Bei über 1000°C wölben sich die Materialien.
Durch Oxidation bilden sich bunt schillernde Anlauffarben.
Gemälde aus flüssigem Stahl!
Der Arbeitsprozess beinhaltet Elemente industrieller Metallverarbeitung kombiniert mit künstlerischer Gestaltungsfreude.
Die Oberflächen der Skulpturen, Möbel, Grabmäler, Metallbilder, ... entstehen oft durch eine wilde Abfolge verschiedener Arbeitsschritte. Strukturen werden auf- und teilweise wieder abgetragen. Es wird geschweißt, geschliffen, erhitzt, gehämmert, gebogen und poliert.
Eine Vielzahl bekannter Techniken wird eingesetzt, aber fast nie so, wie sie gedacht waren.
Die Künstlerfamilie Gahr fertigt in 2. Generation Außergewöhnliches aus Metall. In über 45 Jahren wurden mehrere künstlerische Schweißtechniken entwickelt und wiederholt vermeintliche Grenzen des Machbaren überschritten.
Die Schweißnaht als Gestaltungselement
"Herbert Gahr gilt international als Pionier der Einführung der Schweißnaht in die Metallgestaltung."
(Peter Elgaß, ehem. Chefredakteur, Hephaistos Magazin)
Die Schweißnaht als Mittel zur Oberflächengestaltung
1985 hatte Herbert Gahr bereits einen Gartenbrunnen nach Mexiko geliefert und vor Ort montiert. Die dort angewendete Technik des Verputzens mittels Ketchup-Flasche, hat ihn zum flächigen Auftagen von Schweißnähten inspiriert! Eine Technik die bis heute immer wieder angewendet wird.
100 0000 000 Punkte
Mit einer nicht nur in der Kunst weltweit einzigartige Schweißtechnik aus Millionen einzelner Schweißpunkte formen wir fragil anmutende Gebilde.
Die natürliche Linie
Der Stil der Künstlerfamilie Gahr entwicklelt(e) sich aus der atemberaubenden Landschaft unserer Heimat. Die Berge um Bischofshofen sind voller Aufbrüche, Spalten und den nie geraden Linien der Vegetation.
Der Bruch und seine Überwindung
Eine Lawinenschneise die eine Furche zieht wird zur Inspiration für einen Zimmerbrunnen. Regennasse Risse im Asphalt zum Sinnbild für Vernetzung.
Harmonie der Kontraste
Im Jahr 1990 wagte der ehemalige Werksmeister einer Stahlbaufirma, Herbert Gahr, einen radikalen Schritt: Er kombinierte rostigen Stahl mit rostfreiem Edelstahl. Was damals als verrückte Idee galt, ist heute ein klassische Stilmittel des Atelier Gahr.
Freilegung
Geometrische Körper, die aus ihrem schützenden Mantel hervortreten und an die Oberfläche gelangen.
Ruhende Energie
Die Kugel gilt als Sinnbild des Ganzen. In diesen dynamischen Objekten bündelt sie unseren Blick auf fast magische Weise und macht deutlich, dass Energie nicht nur Dynamik bedeutet, sondern vor allem im bloßen Sein steckt.
Werden und Vergehen
Rostiger Stahl steht in unseren Werken immer für Vergänglichkeit. Der Humus, der einst eine Blume war, die als Stern explodierte.
Im Gleichgewicht
Alle unseren Werken sind optisch im Gleichgewicht. Eine feine Linie kann sich, richtig gesetzt, gegen eine scheinbar übermächtige Masse durchsetzen. Beruhigend und spannend zugleich, wie wir finden!
Border
Künstlerische Grenzüberschreitung hat unsere Familie immer schon fasziniert – der Moment, in dem Begrenzungen überwunden und neue Möglichkeiten eröffnet werden. Wir assoziieren damit Mut, Offenheit, Freiheit und Entwicklung.
Vernetzung und ständiger Wandel
Ein kontemplativer Waldspaziergang in Metall